Einleitung

Liebe Leute,

wieder ist ein Jahr vergangen und ich bin noch immer in China unterwegs. Seit 2362 Tagen unterwegs, über sechs lange Jahre weg von zu Hause.

Bin leider irgendwie letztes Jahr viel zu beschäftigt gewesen ... Hotel, Gäste, Universität und Studenten, und dann noch das normale Leben, das hält mich alles auf Trab hier. Es ist ein anstrengendes Leben, aber ich hatte ein verdammt geiles Jahr 2013 hinter mir, mit einem krönenden Abschluß dank Karl und visitberlin, hatte allerdings auch ein paar Punkte, wo ich aufgeben wollte, aber mich dann doch weiter durchgekämpft habe.

Viele Grüße

Olaf

Sonntag, 11. November 2007

Zugfahrt Ulan Bator Beijing 4. - 5.November 2007

Nach tagelangem rumsitzen sollte es jetzt endlich weiter gehen Richtung China. Ich hatte kein Zugticket bekommen und wir mussten alle morgens um 7 Uhr mit vollem Gepaeck los Richtung Bahnhof und gegen ein paar USD mehr haben uns die Schaffner auf den Zug gelassen. Mein 4-Bett-Abteil habe ich mir diesmal nicht mit trinkenden Russen sondern einer mongolischen Familie bestehend aus 5 Personen geteilt. War recht voll aber in Ordnung.

Den Abend vorher hiess es im Irish Pub mal Fussball gucken, es lief live Premiere League Manchester United - Arsenal London. Es wurde recht spaet bzw. verdammt frueh und wir haben es alle trotzdem zum Bahnhof geschafft und sind auch alle auf den Zug gekommen.

Da die meisten als Backpacker unterwegs sind und auf low budget reisen und leben muss man sich auch beim Essen ein wenig einschraenken, daher nur ein kleines bescheidenes Fruehstueck morgens um 9 Uhr.

Nichtmal Geld fuer Butter auf der trockenen Scheibe Brot....

Danach hiess es dann auch erstmal schlafen, da ich insgesamt 30 Stunden auf dem Zug bis Peking verbringen sollte und die suedliche Mongolei eine trostlose Gegend zum gucken ist, hat mich ein bischen an Arizona oder Nevada erinnert.

Abends kam dann die Grenze und es war wieder eine ganz spannende Angelegenheit. Die Mongolen waren ganz nett und es verlief alles problemlos. Dann kamen die Chinesen und ich war froh, erstmal in China angekommen zu sein.

Da die Chinesen auf einer anderen Schienenspur fahren wurden die Wagen kurz vor eine Halle gefahren, jeder musste im Waggon bleiben, die Waggons wurden abgeschlossen und voneinander abgekoppelt.

Anschliessend wurden die Waggons angehoben und die Raeder gewechselt.

Das ganze hat ca. 4 Stunden gedauert und war sehr spannend, sowas habe ich noch nie erlebt. Zwischen den Waggons stand ueberall Militaer und hat aufgepasst. Der Schaffner hat uns aber erlaubt, mal aus der Tuer zu gucken und ein paar Fotos zu machen.

Die ganze Zugfahrt war lustig, meine Nachbarn im Abteil haben 20 Stunden nonstop Schach gespielt und kaum mit mir geredet. Kurz vor der Ankunft in Peking haben sie dann auf einmal angefangen fliessend deutsch mit mir zu reden - komische Leute.

Jetzt bin ich endlich in China, dem Land wo ich erstmal die naechsten gut 7 Wochen verbringen werde und mich schon irgendwie heimisch fuehle.

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