Einleitung

Liebe Leute,

wieder ist ein Jahr vergangen und ich bin noch immer in China unterwegs. Seit 2362 Tagen unterwegs, über sechs lange Jahre weg von zu Hause.

Bin leider irgendwie letztes Jahr viel zu beschäftigt gewesen ... Hotel, Gäste, Universität und Studenten, und dann noch das normale Leben, das hält mich alles auf Trab hier. Es ist ein anstrengendes Leben, aber ich hatte ein verdammt geiles Jahr 2013 hinter mir, mit einem krönenden Abschluß dank Karl und visitberlin, hatte allerdings auch ein paar Punkte, wo ich aufgeben wollte, aber mich dann doch weiter durchgekämpft habe.

Viele Grüße

Olaf

Dienstag, 6. November 2007

Zugfahrt Moskau Ulan Bator 24.Oktober - 29.Oktober 2007




Jetzt geht die Reise weiter und ich hatte urspruenglich geplant, nur bis Irkutsk zu fahren, bin aber gleich die ganze Strecke bis Ulan Bator in der Mongolei durchgefahren.






Ich habe schon viel auf Zuegen gesessen und bin lange Touren gefahren, aber diese Tour hatte es allerdings wirklich in sich. Es waren insgesamt 6800 km in 103 Stunden bzw. 5 Naechte auf einem Zug - ohne Dusche ! Und wem sich jetzt die Frage stellt, nach 48 Stunden faengt man an zu riechen bzw. man riecht sich selbst und dann riechen einen die anderen auch schon laengst. Dafuer hat es sich gelohnt, denn so eine Fahrt muss man einmal im Leben machen.


In diesem Abteil sollte ich die naechsten Tage verbingen, bin aber nach 2 Tagen zu den Ukrainern nach nebenangezogen. Die beiden mongolischen Frauen in meinem Abteil mochten mich glaube ich nicht und ich fand es auch nicht lecker, wenn man sich mit dem Plastikaufkleber von Bierflaschen anfaengt die Waden und Fuesse zu enthaaren - haette ich mein Bier lieber alleine getrunken.


Es gab auch die Moeglichkeit auf dem Zug zu kochen und meine ukrainischen Zimmernachbarn haben jeden Tag fuer uns gekocht und alles, was sie hatten haben sie mit mir geteilt. Ich durfte nur nicht das Fenster aufmachen, denn dann hat es gezogen. Zum Glueck haben sie viel Trockenfisch gegessen und das hat den ganzen anderen Mief ueberdeckt.




Mein Dank gilt an dieser Stelle all meinen Freunden back at home mit polnischer Abstammung, die mir in den letzten Jahren das Wodkatrinken beigebracht haben und mich somit auf diese Tour vorbereitet haben.



Danke auch an Rishart und Marlen ( halb Marx, halb Lenin ) von der Krim fuer Essen, fuers auf Gepaeck aufpassen und vor allem fuer 13 Flaschen Wodka ! Gruesse an die Krim und viel Spass mit meinen Maggi-Suppen !


An jedem Bahnhof auf der Strecke herrschte wildes Treiben, viele mongolische Haendler, die Waren probieren zu verkaufen und viele Russen, die schon gewartet haben.

Nach ca. 80 Stunden war es dann soweit und ich habe den Baikalsee in Sibirien erreicht. Ein traumhafter Anblick morgens.





Es war wirklich so kalt, wie es auf den Bildern aussieht, dafuer war das Stueck zwischen Irkutsk, Ulan Ude und der russisch-mongolischen Grenze landschaftlich einfach nur traumhaft.

Ein letzter Sonnenuntergang bevor es zur Grenzkontrolle ging, die insgesamt 6 Stunden gedauer hat und sehr interessant war. Innerdeutscher Grenzverkehr damals ein Kinderspiel. Aber wie es sich spaeter rausstellte, hatte ich mit 6 Stunden Glueck, denn andere Leute standen deutlich laenger.



Auf Wiedersehen Russland, bis zum naechsten Mal oder auch nicht....

1 Kommentar:

  1. Wozu teure Cremes? Ist ja voll widerlich, dass mit der Enthaarung per Bieretikett--und was auch für ein Missbrauch. Ehret das bIER!

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